Freitag, 3. Oktober 2014

Von den Schatten des Probenlagers


Eigentlich wäre es ja auch schön gewesen, diesen Post nicht zu schreiben. Man hätte es beim letzten belassen können, diesen hier umgehen, es zwingt mich ja niemand.
Aber das wäre mir seltsam vorgekommen. Das hier ist auch ein Teil der drei Tage in der Musikakademie, das hier hat mir erst gezeigt, wie sehr ich Fotos in der Abendsonne schätzen sollte.

Es hätte ja auch ganz anders kommen können. Was wäre, wenn?

Was wäre, wenn das Mädchen, jünger noch als ich, keinen Alkohol mitgehabt hätte? Ein gewöhnlicher Abend, um elf auf dem Zimmer, Lachen, Zähneputzen, lange reden, bis man einschläft.
Aber wir sind ja Jugendliche. Frei und cool, rebellisch, Probenlager ist zum Trinken da. Vielleicht nennt man mich ja langweilig, wenn ich nicht jede Chance ergreife, vielleicht ist heute Abend der richtige Zeitpunkt – wir proben am nächsten Tag doch bloß von morgens bis abends, zehn Stunden Konzentration, zehn Stunden gerade sitzen und die Spannung halten. Da kann man sich doch besaufen.

Was wäre, wenn sie weniger getrunken hätte? Wäre sie bei Sinnen gewesen, hätte sie sich geweigert, die letzten Schlucke zu nehmen, die ihr den Rest gaben? Hätte sie bemerkt, dass die Worte des Jungen, der sie bis zum Ende abfüllte, keinen Sinn ergaben?

Was wäre, wenn sie ganz allein gewesen wäre auf ihrem Zimmer? Was wäre, wenn wir nicht in den Flur getreten wären, um zu sehen, wie sie kraftlos, widerstandslos, ohne Kontrolle gegen die Wand fällt, zu Boden sinkt? Was wäre dann mit ihr geschehen?
Das will ich nicht wissen.

Und ich wünschte, diese Fragen wären gar nicht da.

Ich bin nicht die Erste, die sieht, was Alkohol mit Menschen anstellt. Ich bin auch kein Moralapostel, der noch nie Wodka in der Hand hatte. Aber für die nächste Zeit werde ich damit immer einige schreckliche Bilder assoziieren. Die Bilder eines Menschen, der nicht einmal mehr die Augen öffnen kann und dessen Erbrochenes kaum den Mülleimer trifft, Panik, Tränen, Sanitäter.
Ungewissheit.

»Das Probenlager wird abgebrochen.«
Wer hat Schuld daran? Wer trägt die Verantwortung? Ist es das wert, war euch das bewusst?

Die Schuld wurde hin und her geschoben wie eine Zeitbombe. Zuerst die Jungs, die selbst nicht mehr auf der Höhe waren, das Mädchen, weil es im eigenen Koffer so viel Alkohol hatte, alle anderen Anwesenden, die sie nicht zurückgehalten haben.
Und ihre ebenfalls betrunkene Freundin, die uns unter Tränen immer und immer und immer wieder von »Alkohol-Vergiftung, Probenlager wird abgebrochen, Chorleiterin wird gefeuert« erzählte, hat es nicht besser gemacht.

Ich hab auch geheult. Weil es gemein ist. Weil ich es nicht verstehe, weil es mir Angst macht, weil eineinhalb fehlende Probentage bedeuten, dass wir die Advents-Saison niemals schaffen werden.
Weil das nicht der Chor ist, wegen dem ich unter anderem vor mehr als fünf Jahren an diese Schule gegangen bin.

Aber die Worte wurden zurückgenommen und wir sind geblieben, mit der ständigen Erinnerung an den Krankenwagen vor der Tür.

Und ich frage mich wirklich, ob das nötig war. Ob es gleich wieder vergessen sein wird.
Vermutlich schon. Aus Fehlern lernen manche Leute nur drei Minuten und ich glaube, von dieser Sorte haben wir einige im Chor.

Aber mir ist in diesem Moment bewusst geworden, wie es ist, wenn man wirklich betrunken ist. Schwach und klein, abhängig, einfach auszunutzen, ohne Kontrolle. Man ist nicht mehr man selbst, ist seinen Mitmenschen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und kann nur hoffen, dass es die richtigen sind.

Ich glaube nicht, dass ich das will; nicht mehr ich selbst sein. Und ich wünsche es keinem.

Kommentare:

  1. Es ist wirklich erschreckend, dass ich das schreibe, aber ich glaube, jeder macht früher oder später so eine Erfahrung. Entweder als Zuschauer oder eben als die Person, die sich einfach nicht mehr unter Kontrolle hat. Bei manchen passiert auf so einer Fahrt, bei anderem auf der nächstbesten Party.
    In unserer heutigen Zeit ist es fast unmöglich, sich dem Alkohol zu entziehen, 'nein' zu sagen, ohne gleich als uncool dazustehen. Wenn man seine Grenzen kennt und diese nicht überschreitet ist das ja schön und gut, aber meistens sind es eben diese Menschen, die unbedingt coll sein wollen, unbedingt dazugehören wollen, die sie eben nicht kennen. Oder ignorieren, um nicht als Spielverderber dazustehen.
    Aber wie du dos schön gesagt hast, meistens lernen sie nur 3 Minuten daraus. Dann steht die nächste Party vor der Tür und man denkt sich: Ach, der eine Tequila macht jetzt auch keinen Unterschied mehr.

    Das Mädel kann echt froh sein, dass sie diese Erfahrung auf einer Schulfahrt gemacht hat, denn so hat sie noch rechtzeitig Hilfe bekommen. Hätte ja auch anders ausgehen können... Es ist unfair für alle anderen, die es nicht ganz so weit getrieben haben, aber immerhin ist es so für alle beteiligten noch glimpflich ausgegangen...

    Und nein, so etwas wünscht man wirklich keinem. Und ich hoffe, dass es auch dem Märchen nie passieren wird, denn leider geht so etwas manchmal schneller, als man denkt...

    Wieder einmal ein sehr nachdenklicher, erschreckender und schockierender, aber toll geschriebener Text. Vielleicht wird der nächste ja wieder fröhlicher?

    . xo xo Lynn

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    1. Irgendwie schon. Ich meine, vor ein paar Monaten habe ich bei einer Party auch mal hinten an der Straße den Notarzt gesehen und alle haben darüber geredet, aber gute Güte, die kannte ich nicht, und ich habe sie gar nicht aus der Nähe gesehen. Das ist wie all die Katastrophen im Fernsehen; zu weit weg, um es wirklich zu realisieren.
      Ja, sie kann froh sein, aber ich würde mich an ihrer Stelle kaum noch in den Chor trauen - besonders freundlich gesinnt ist ihr jetzt niemand mehr. Zum Saufen kann man auf Partys gehen, da gibt es ja auch immer noch einige Leute, die fähig sind, den Krankenwagen zu rufen. Oder man lässt es einfach.
      Märchen schafft vom Volumen gar nicht so viel, mag Alkohol-Geschmack nicht wirklich und braucht für eine Flasche Bier Misch-Bier eine Dreiviertelstunde. Gute Aussichten bis jetzt!

      Ja, nächstes Mal ist bestimmt wieder schöner, so viele schlimme Sachen gibt es in meinem Leben ja glücklicherweise nicht. :)

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  2. auch wenn man sich wünscht dass niemand diese erfahrung machen muss,brauchen das anscheinend einige leute um sowas zu kapieren was du schon lange kapiert hast. ich hoffe das mädchen hat es jetzt für mehr als drei minuten kapiert, denn sowas ist wirklich schrecklich und ich denke als 'zuschauer' fühlt man sich auch unglaublich hilflos.

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    1. Das stimmt vermutlich, ich hoffe wirklich, dass wenigstens sie daraus gelernt hat und nicht mehr auf gut Glück alles durcheinander trinkt. Und es ist schrecklich, wenn man da steht und einfach nichts machen kann außer den Eimer halten.

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  3. ich finde es wirklich gut und richtig, dass du auch von den schatten, den negativen seiten deines aufenthaltes berichtest. leider - damit entschuldigt man nichts - aber so ist nunmal das leben. mit seinen aufs und abs.
    hauptsache man verliert nicht den überblick.
    ich hoffe, dass dir dieser post vielleicht auch ein bisschen geholfen hat die sachen, die passiert sind, etwas zu verarbeiten. und ich hoffe, dass die sonnigen erinnerungen doch in zukunft dominant sein werden.

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    1. Ich glaube, das hilft wirklich; wenn man sowas nochmal in Worte fasst, liest und etwas distanzierter betrachtet. Und glücklicherweise kommen auf solche schlimmen Momente meist viel mehr schöne.

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    2. ja, die fotos sind analog :) ich liebe solche gassen, irgendwie, man fühlt sich wie in einer anderen welt.
      so, extra zu deinen ehren/deiner ehre (?) habe ich das fenster umgestellt, jetzt gibt es ein pop-up (hoffe ich) - hab einen schönen wochenanfang!

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    3. Es wird immer kreativer! :D Pop-up gefällt mir auf jeden Fall besser als neue Seite, habe ich auch noch nie gesehen, mag ich aber.

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  4. Oha, Komasaufen...keine Ahnung, was manche dazu bewegt, ich will hier auch niemanden verurteilen.
    Hoffentlich gehts dem Mädel bald wieder besser.
    Ich glaube auch nicht, das jetzt die anderen die Finger davon lassen, die ganze Welt ist doch so: für 30 Sekunden schockiert und dann gehts weiter..hast mal n`Bier?
    Ich persönlich trinke keinen Tropfen Alk weil ich es einfach nicht brauche und möchte(und es mir so egal ist, was andere davon halten) aber diese Gruppenzwang- oder sich beweisen-Scheiße geht mir echt gegen den Strich.Sie war wohl nicht die einzige schwer Besoffene? Nur hat es sie am heftigsten erwischt? Oh weh.
    Guck doch mal auf Instagram, diese möchtegern-Tussen, mit Kippe und Bier oder was weiß ich Flasche in der Hand, sehen aus wie fertige 20jährige und sind 13, sind aber sowas von 'anders' und individuell.
    Schade für eure Reise aber leider ansolut kein Einzelfall.
    Alle dafür zu bestrafen hätte ich auch als nicht gerecht empfunden aber ob ihr unter diesen Umständen noch Spaß hattet??
    Kein Licht ohne Schatten, so ist das wohl.
    Wie gesagt, hoffe, sie erholt sich davon, und du und die anderen auch, hätte wirklich ganz schlimm enden können.
    Bis bald, Silver

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    1. Och, das Mädchen war am nächsten Tag schon da und hat ihre Sachen abgeholt - keine Ahnung, wie sie die 48 Stunden Ausnüchterung und und Beobachtung umgehen konnte.
      Unsere Jungs haben nichts draus gelernt. Aber die sind ja auch viel cooler, die kennen ja ihre Grenzen, denen passiert sowas nicht! ... Jaja. ich freu mich schon.
      Ja, die anderen waren auch recht belämmert. Und ich finde es echt gut, dass du nicht trinkst! Das kann ich von mir nicht behaupten, aber solange ich nicht total betrunken bin und mich nicht übergeben muss, was beides noch nie passiert ist, kann ich damit leben. Und ich will auch bitte nie zu den Leuten gehören, die einfach die ganze Zeit trinken, weil es sich anbietet - warum soll ich mir im Restaurant Berliner Weiße bestellen? Oder einfach so abends ein Misch-Bier trinken? Für mich gehört das irgendwie schon noch zu Partys, oder wenn man bei der Mädelsrunde mal ein bisschen Holunder-Sekt trinkt.
      Und fotografieren will ich das ganz sicher auch nicht! Ich weiß nicht, was an trinken so cool sein soll, macht doch sowieso fast jeder.?!
      Unser Flursingen (alle sitzen auf dem Boden und singen die alten Stücke, die wir vor Jahren im Repertoire hatten) wäre als Strafe fast ausgefallen. Wir haben es dann privat gemacht, was mich echt total gefreut hat - das hat irgendwie gezeigt, dass wir auch ohne unsere Chorleiterin noch Lust darauf haben, die alten Lieder zu singen, dass wir auch dort sind, um Musik zu machen. Freiwillig. Aus Freude daran.

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  5. Guten Abend liebes Märchenkind.
    so ein Jungspund. Wo ist nur die Zeit geblieben? Ich gehe straight auf die 30 zu und erinnere mich gut daran, als ich noch in deinem Alter war. Ich war 14 Jahre alt und wollte endlich 18 Jahre alt sein und nun bin ich 27 Jahre jung und mein Leben hat eine echte Wendung genommen. All die Ideale, wenn man sie so nennen kann und das was ich eigentlich wollte, ging über Bord aber das mit gutem Gewissen. Da hätten wir wieder das Thema Veränderungen. :-)

    Bin sehr gespannt auf dein neues Projekt. Lass dir Zeit.

    Auf dein neuen Eintrag gehe ich später gerne noch einmal ein. :-)

    Liebste Grüße.

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  6. Guten Abend Märchenkind,
    hier nun mein Kommentar zu deinem jetzigen Eintrag.
    Die Frage "Was wäre wenn (gewesen)...", ist eine Frage die man sich nicht stellen sollte, denn jeder Mensch trifft seine Entscheidungen aus Gründen auch immer selbst. Sich zu hinterfragen, was wäre gewesen wenn das Mädchen keinen Alkohol mitgehabt hätte, sollte sich nicht stellen. Sie hatte ihn dabei, es war ihre Entscheidung. Ich glaube auch nicht das jeder Jugendliche ein Rebel ist oder den Drang zur Freiheit hat, zu einer ganz bestimmten Freiheit. Natürlich war ich auch mal in diesem Alter, wollte am liebsten unabhängig sein aber man kehrt automatisch nach einer Zeit, zu seinen Wurzeln zurück. Wurzeln die das Unterbewusstsein steuert und nur durch Umprogrammierung eine Veränderung findet. Dieses Mädchen hat also für sich selbst entschieden, genau wie du für dich und jeder für sich entscheidet. Lerne dir nicht über andere den Kopf zu zebrechen, über deren Leben, wenn du helfen kannst, helfe aber nur du solltest dir wichtig sein.

    Liebste Grüße.

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    1. Ich antworte hier mal für beides. :)
      Wahrscheinlich sollte man sich die Frage nicht stellen, wenn mal melancholisch wird und die Wirklichkeit vergisst - aber mich interessiert es. Das alles. Dieses Netz aus Zufällen, Schicksal, so viele Leben, die irgendwie ineinander verwoben sind und einander beeinflussen. Ich weiß gar nicht, wie man das beschreiben soll, aber es ist faszinierend, in Bezug auf die Entscheidungen fremder Leute und auch im Hinblick auf mein eigenes Leben.
      Aber ich versuche, dem ganzen nicht nachzutrauern. So hätte es sein können, jetzt ist es so und so ist es auch gut. Was soll's.
      "Zurückkehren zu den Wurzeln" klingt schön, ich glaube, das ist wirklich so. Vermutlich vor allem in der Pubertät, wenn man irgendwie versucht, sich zu finden, zum Rest zu gehören oder ganz anders zu sein. Ich meine, das fängt schon früher an und hört nie auf, aber ich habe das Gefühl, diese Zeit ist für viele ziemlich kompliziert.
      Gute Güte, bis ich 27 bin wird wohl auch noch so Einiges passieren. Ich bin so unglaublich gespannt, was daraus wird, aus meinen Träumen und und Zielen und allem anderen. Und was ich in 11 Jahren von meinem 16-jährigen Ich denke...

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    2. Liebes Märchenkind,
      wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren. :-)

      Mich interessiert das alles auch, bin auch manchmal sehr melancholisch und auch ich habe mich mal gefragt:"Was wäre wenn" aber habe gemerkt, dass man sich diese Frage nicht stellen sollte. Sind einfach meine Erfahrungswerte. Wenn es so nicht gekommen wäre, wäre es anders gekommen. Eigentlich ganz einfach. :-) Es wird immer Zufälle geben, manchmal ist auch das Schicksal das was mit hinein spielt, ein Netz wie du es sagst und dieses Netz heißt kurzum, für mich, Leben.

      Die Frage ist:"Möchte man irgendwo zugehören?" Ich beantworte die Frage mit "Nein", denn wenn kann man, finde ich, nicht man selbst sein und seinen eigenen Weg nicht finden. Als Jugendlicher eckt man an, selbstverständlich und das ist auch wichtig, auch bei den Eltern aber es ist wichtig, ebenso wie wenn kleine Kinder ihre Trotzphase durchmachen. Auch diese ist, wenn auch anstrengend, wichtig. Wichtig für die eigene Entwicklung, den Charakter.

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  7. Hallo,

    Ich muss am Anfang sagen: ich bin fünfzehn und hab noch keine solchen krassen Erfahrungen mit Alkohol gemacht. Aber natürlich hört man ja immer wieder über Freunde und Bekannte von Leuten, die sich besinnungslos betrunken haben.
    Klassenkameraden erzählen mir, dass Kotzen ja gar nicht so schlimm sei oder dass sie sich noch nie übergeben haben (15,16).
    Auch jetzt beim Oktoberfest, beim Cannstadter Wasen merke ich auch immer deutlich, wie groß der Druck ist. Ich muss sagen, ich war noch nie dort, es zieht mich auch nicht wirklich hin (schon ein bisschen, einfach, um mal dort gewesen zu sein, zu wissen, wie es ist, um aus Erfahrung sprechen zu können, um sagen zu können "Ich war da!"), aber wenn man sagt, man war noch nie da, wird man seltsam angeschaut.

    Ich hab auch schon Alkohol getrunken, allerdings wirklich nicht viel. Ich finde das auch völlig in Ordnung, solange alles nicht übertrieben wird, auch Sekt an Silvester oder so etwas ist ja wirklich nichts ungewöhnliches. Aber dass man mit 15 komisch angeschaut wird, wenn man noch nie was getrunken hat, ist echt blöd.
    Und jeder sollte auch theoretisch genug Verstand haben, um sich nicht ins Koma zu saufen, ich weiß aber selbst gut genug, dass die meisten das nicht haben.

    Gut geschriebener Text! Regt auf jeden Fall zum Nachdenken an ...

    Ganz lieber Gruß,
    Cho

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    1. Mit 15 muss das auch nicht sein. Und auch nicht mit 16, 17 und 18. Gut, es gibt manche, die sich nicht übergeben müssen oder es nicht so schlimm finden, aber für mich ist es das in jedem Fall. Wenn man die Kontrolle verliert und der eigene Körper sich aufbäumt als wäre man krank, dann kommt mir das falsch vor.
      Auf einem Oktoberfest war ich auch noch nie, einerseits weil es das hier so nicht wirklich gibt, und weil ich wohl auch eher zu der einmal reicht-Fraktion gehöre. Und dann kann ich ja auch warten, bis ich 25 bin.
      Aber dann kommen wirklich diese Leute, die einen deswegen nerven. Komisch, sonst wird immer alles toleriert und bejubelt, jeder neue Stil, der irgendwo auftaucht - aber eine halbwegs vernünftige Lebensweise mit wenig Alkohol, das geht gar nicht? Ich mag Leute, die wenig oder nichts trinken und noch nie geraucht haben. Das sind Menschen, die es nicht nötig haben.

      Vielen Dank für deinen langen Kommentar, ich freue mich immer am meisten, wenn ich jemanden zum Nachdenken bringen kann! :)

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  8. Hey!
    Zuerst war ich mir nicht sicher, ob es richtig war, einen Post darüber zu schreiben, dass gebe ich ehrlich zu.
    Jetzt wo ich es gelesen habe, denke ich anders darüber, schließlich hast du ja nicht ihren Namen genannt und das Mädchen somit nicht noch mehr bloß gestellt, wie andere es sofort am ersten Tag in der Schule wieder getan haben.
    Es ist ein wirklich heikles, sensibles Thema aber man darf nicht wegschauen. Man muss einfach handeln und darüber zu schreiben ist eben auch eine gute Möglichkeit, zu Informieren und vielleicht so auch zum Umdenken anzuregen.Vielleicht liest ja jemand, der schon einmal in einer ähnlichen Sitution war diesen Text und begreift, dass er oder sie einen großen Fehler begangen hat. Ich will niemanden belehren, aber es ist eben wichtig, dass die Leute endlich begreifen,dass sie sich nicht immer ins Koma saufen müssen, um cool zu sein, oder mit ihren Problemen fertig zu werden oder oder oder...
    Ich kannte die Story ja schon, aber es hat mich trotzdem sehr schockiert und finde es sehr mutig von dir, dass du darüber schreibst. Wahrscheinlich brauchen wir solche Schocker, um zu begreifen, auf was für einen schmalen Grad wir wanderen, wenn wir ungehemmt trinken. Danke.

    liebst
    Elli

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