Samstag, 13. Dezember 2014

We are the greatest pretenders


Wir schließen die Augen, schauen aus dem Fenster, verstöpseln uns die Ohren mit lauter Musik und sind schon ganz woanders. Willst du der einzige sein, der da bleibt?


Seltsam, wie ich diesen Zustand manchmal in den Himmel preise, manchmal unter der Erde vergraben möchte. Aber ganz ehrlich: wo sind wir geblieben?


Einer der altvertrauten Busse, dieselbe Strecke seit mehr als zehn Jahren, durch kleine Städte, Wälder und Felder. Voll, weil am Mittwoch nach der siebten Stunde so viele Schluss habe, alle Plätze belegt. Und eine alte Frau wird bis in den hinteren Teil gedrängt, ohne dass jemand aufsteht, bis sie bei mir ist und ich sie frage, ob sie sich setzen möchte.

War da vor mir niemand, der sie gesehen hat? Niemand, der sich gefragt hat, ob man in sechzig, siebzig Jahren wohl auch mal eine halbe Stunde in diesem tückisch schwankenden Gefährt die Balance halten muss, wo das doch schon auf dem Gehweg nicht immer klappt?


Und was sind die Ausreden?
Das habe ich nicht gesehen – natürlich hast du das, du schaust doch immer, wer einsteigt und an dir vorbei läuft, weil du hoffst, dass ein Freund dabei ist oder ein Herzklopf-Mensch.
Ich will doch auch nicht stehen – des Menschen Wille ist sein Himmelreich, aber willst du ganz allein sein in deinem Paradies?
Ich will mit meinen Freunden reden – welche Freunde? Die, mit denen du schreibst?


Sie sind leise geworden, die Busse. Geschlossene Augen oder gesenkte Blicke, Finger, die über das Display huschen. Fort in einer Welt, von der wir alle nur einen Bruchteil verstehen und in der doch so viel Zeit verbracht wird.

Ich musste schmunzeln, als ich die Schwestern gesehen habe, die sich einen Platz teilen und mit einem Luftballon spielen – gemeinsam, lachend. Wie oft lacht man schon, wenn man mit jemandem schreibt?


Wir haben im Unterricht über ehrenamtliche Arbeit geredet, aber ich weiß nicht, ob ich daran glauben kann. Wenn wir nicht mal vom Alter gebeugten Menschen helfen, sitzen bleiben, weil alle sitzen bleiben, wie soll das funktionieren?
Das sind die Schulbusse, ich weiß, dass das in der S-Bahn in Berlin oft ganz anders aussieht. Aber das sind die Kinder, die die Zukunft malen sollen; was für ein Bild wird das wohl werden?


Man zeichnet mit offenen Augen besser als mit denen, die am Handy kleben.


Abgesehen von diesen eher melancholischen Gedanken wünsche ich euch einen herrlichen dritten Advent – nicht mehr lang und es ist Weihnachten!

Außerdem möchte ich mich nochmal bei Stylonic bedanken, die mich in einem Artikel über das Verarbeiten von Emotionen zitiert haben. Das war erst meine dritte Kooperationsanfrage (ist das überhaupt Kooperation? Irgendsowas in der Art wird's sein) und die einzige die ich angenommen habe, denn ich finde, das ist eine wundervolle Sache!


Kleiner Nachtrag am 17. Dezember: Eigentlich müsste ich es ja wissen. Wenn im Chor gemeckert wird, dass so viele fehlen, wen trifft es dann? Natürlich die, die da sind. Obwohl man es nicht so meint. Und wenn ich du schreibe, dann ist du irgendjemand, nicht zwingend die Person vor dem Bildschirm. Ich vergesse manchmal, wie schnell man sich angesprochen fühlt  das wollte ich nicht, verzeiht.

Kommentare:

  1. Liebe Mara, zunächst mal wünsche ich dir auch eine schöne Weihnachtszeit.
    Toller Text, der einen nachdenklich macht. Aber es ist so, und ja, die Leute sehen schon, wollen aber lieber nichts sehen weil es bequemer ist.
    Sich vorsagen zu lassen ist leichter als selbst zu denken.
    An der Oberfläche treiben einfacher als in die Tiefe zu tauchen.
    Was mich wirklich nervt: man kann keinen Satz beginnen mit: Ich habe nichts gegen...ABER..
    Das ist so unglaublich dumm das sich mir die Nackenhaare aufstellen.
    Blindheit gibt es in so vielen Facetten.
    Schön, dass nicht alle blind sind.
    Ganz liebe Grüße und das mit der Kooperation ist ja super! Wundervolle Zitate&toller Text.
    Silver^^


    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das hast du wunderbar beschrieben!
      Wahrscheinlich ist das sogar das Gute; wir sind alle blind, aber nicht auf dem selben Gebiet. Dann gleicht sich die Blindheit aus.
      Vielen lieben Dank! (:

      Löschen
  2. Mich überrascht es auch immer wieder, wie seltsam kalt die jüngeren Generationen – und damit schließe ich unsere mit ein – geworden sind. Haben all diese Autoren, Redakteure, die Erwachsenen wirklich Recht und wir sind nur noch eine Generation unserer Smartphones? Dass wir eigentlich gar nicht wissen, wie wirkliche, echte Unterhaltungen funktionieren weil wir ständig darüber nachdenken, welche Smiley unsere derzeitige Stimmung am besten darstellen würde?
    Ich dachte eigentlich, dass all diese Texte vollkommen übertrieben sind und es noch Hoffnung gibt – die ich immer noch nicht aufgegeben habe –, aber wenn ich mir die Leute in den Bussen manchmal ansehe... Da steht niemand auf, um der alten Frau zu helfen, wenn sie die Stufen in einem der Ersatzbusse nicht mehr alleine nach oben schafft. Oder an den kinderwagen vorbei kommt, die mitten in den Weg gestellt wurden, obwohl es doch extra dafür einen Platz bei der Tür gibt (um nur zwei Beispiele zu nennen, was ich in den letzten Wochen alles im öffentlichen Verkehr mitbekommen habe...).
    Aber hey, solange es noch ein paar mehr Menschen gibt, die so denken wie du, sollte die Welt auch unsere Generation noch überleben. Wurde bis jetzt nicht immer gesagt, dass die nachfolgende Generation vollkommen unbrauchbar ist?

    . xo xo und eine wunderbare 3. Advent-Woche,
    Lynn

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Erwachsene und ihre Bücher über Jugendliche... ich weiß nie, was ich davon halten soll. Stimmt schon immer ein bisschen, ist aber trotzdem seltsam.
      Ja, irgendwie ist es traurig, was man immer so sieht. Aber man ist ja nicht perfekt, das war ja nur das, was man im Bus so sieht. Eigentlich würde ich gern wissen, in welchen Situationen andere Leute von mir denken: "Ist die ignorant!" - dann könnte man es leichter ändern. Aber wahrscheinlich es ist vielen gar nicht so sehr bewusst, Taktgefühl ist eine kniffelige Sache. Und Taktgefühl ist auch nicht ganz das richtige Wort, aber du weißt schon, oder? :D

      Löschen
  3. ich finde das ist eine sehr wichtige, aber zugleich auch sehr komplexe sache, die du ansprichst. da muss man aufpassen, um nicht in schwarzmalerei oder gar schwarz-weiß-malerei zu verfallen. außerdem kann man bei soetwas, meiner meinung nach, nicht verallgemeinern. zuerst schreibst du 'wir' - schließt dich also in den kreis dieser 'abgehärteten' und 'kalten' generation ein. später spaltest du dich allerdings davon ab und sagst 'ich' zu deinen guten taten und 'du' zu all denen, die diese guten taten nicht vollbracht haben.
    ich frage mich, ob du diesen text aus dem moment heraus geschrieben hast, oder aus der beobachtung vieler momente. denn wenn du mir sagst: ''ich habe an vielen tagen gezielt (!) beobachtet, dass keiner (!) aufsteht.'' - dann kann ich das durchaus nachvollziehen. aber wenn du es ein mal beobachtet hast, es dir offensichtlich nicht gefiel, dass keiner aufgestanden ist, dann finde ich deine worte ehrlichgesagt (für mich persönlich) nicht ganz nachvollziehbar. versteh mich bitte nicht falsch. ich bin auch der meinung (durch oftes benutzen der verkehrsmittel), dass auf jeden fall viele jugendliche und nicht-jugendliche lieber sitzen bleiben und das falsch ist. aber das ist eben für mich der punkt, der mir hier fehlt und ein bisschen wehtut: es sind viele, aber noch lange nicht alle. und es sind nicht nur jugendliche.
    ich finde es toll, dass du soetwas ansprichst und auch deine meinung dazu äußerst. als ich deinen text gelesen habe, habe ich mich allerdings angegriffen gefühlt. nicht für mich. ich setze mich in bus und bahn nicht mal mehr hin, weil ich angst vor den ganzen schreienden omas habe, die einen anmotzen, bevor man auch nur die möglichkeit hat aufzustehen. ich habe mich angegriffen gefühlt für die leute, die aufstehen, die aber in diesem text überhaupt nicht erwähnt werden. oder hast du sie in deinem ''ich'' erwähnt, als du darüber berichtet hast, dass du aufgestanden bist? hast du sie da mit eingeschlossen?
    ich finde einfach, dass diese leute es auch verdient haben, erwähnt zu werden. nicht nur die 'schlechten', die nicht aufstehen. zumindest könnte man sagen ''ja, viele/alle in diesem (!) bus sind nicht aufgestanden, aber wer weiß, wer aufgestanden ist, bevor ich in den bus kam bzw. wer aufgestanden ist, als ich den bus verlassen habe.'' - wir wissen doch gar nichts darüber, oder? und gar nichts über die menschen an sich.
    keineswegs möchte ich dir vorschreiben, wie du deine texte zu schreiben (höhö) hast. falls es dich interessiert wäre das meine meinung dazu - ob du sie verstehst/nachvollziehst bleibt vollkommen dir überlassen.

    p.s: du hast von einer kooperation gesprochen. glückwunsch dafür auf jeden fall! ich fände es interessant zu erfahren, wie so etwas funktioniert, d.h wie solche kooperationen zustande kommen - es wäre lieb, wenn du mir das vielleicht ganz kurz erklären/beschreiben könntest, wenn du zeit hast :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du glaubst nicht, wie unglaublich ich mich gefreut habe, als ich das gelesen habe, weil es mich gleich nochmal zum Nachdenken gebracht hat über die ganze Sache.
      Also, ja, das sehe ich schon öfter. Ich sehe fünfzehn Mal, dass niemand aufsteht, weder Jugendliche noch Erwachsene noch sonst irgendjemand, ich sehe einmal, dass es jemand tut. Womit ich nicht sagen möchte, dass ich diese Leute jetzt alle unhöflich finde; wer weiß, was diese Menschen sonst alles tun? Wer weiß, wie oft andere Leute über mich denken: "Die ist ja mal ignorant!" Wer weiß, wie oft man sowas überhaupt merkt? Ich glaube, mir fällt es oft nicht mal auf, wenn ich etwas tue, was andere so nicht ganz korrekt finden.
      Und die Sache mit dem "du" hat mich gerade dazu bewegt, noch mal einen Nachtrag zu schreiben. Eigentlich müsste ich es ja wissen. Wenn im Chor gemeckert wird, dass so viele fehlen, wen trifft es dann? Natürlich die, die da sind. Obwohl man es nicht so meint. Und wenn ich "du" schreibe, dann ist "du" irgendjemand, nicht zwingend die Person vor dem Bildschirm. Ich vergesse manchmal, wie schnell man sich angesprochen fühlt – das wollte ich nicht, verzeiht. Ich habe mir darüber nicht so viele Gedanken gemacht, es kam mir in den Sinn und ich habe es als Stilmittel abgehakt. Es tut mir wirklich sehr leid, dass du dich dadurch angegriffen gefühlt hast.
      Auf jeden Fall aber vielen Dank für den Gedankenanstupser!

      Löschen
  4. Musste mich gerade dabei ertappen, im Bus deinen Post zu lesen :D
    dass so viele Jugendliche nicht aufstehen und alten Leuten, die sich kaum noch auf ihren zittrigen Beinen halten können, einen Platz anbieten, darüber könnte ich mich auch echt aufregen. Allerdings hab ich auch schon erlebt, dass, wenn ich den Anfang gemacht habe, sich alle auf einmal mit Hilfsbereitschaft überbieten.
    Ich habe auch schon bei mir selbst erlebt, dass ich dachte: Heute nicht, ich muss das hier wirklich lernen, oder dass es mir zu peinlich war, durch den halben Bus zu rufen, weil die alte Frau nicht genau vor mir stand. Aber die Grundhaltung "Ich bin gar nicht da" ist wirklich zum kotzen.
    Auf der anderen Seite hasse ich es aber auch, wenn zum Beispiel eine ältere Frau sich auf den äußeren Sitz setzt und besitzergreifend eine Tasche auf den anderen Platz legt, um ja zu verhindern, dass sich irgendein böser Jugendlicher da hin setzen könnte ...
    Na ja, lassen wir das Thema, sonst werde ich gleich wieder wütend :) Solange es noch die "Guten" gibt, die in irgendeiner Weise Vorbild für Jüngere sein können, sind wir noch nicht ganz verloren :))

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Auch lustig! :D Aber gut, manchmal fährt man eben allein, war bloß ein interessanter Anblick, das so zu sehen.
      Ist aber irgendwie schön, dass man so einen Stein ins Rollen bringt... Stimmt, in machen Situationen ist es auch echt blöd, aber es verlangt ja niemand, dass man schon zehn Meter davor aufspringt und wenn ich mal dringend im Bus lernen muss, dann muss ich das eben. Irgendwo ist das schon wieder was Anderes als nur stehen.
      Und das stimmt wirklich, manchmal sind die alten Leute genau so pampig! :D Habe ich letztens erst wieder gesehen, da ist wer aufgestanden und die hat noch gemotzt, dass es nicht so flott ging, wie sie es gern hätte. Sehr freundlich.

      Löschen
  5. Erst mal will ich sagen, dass die Bilder wirklich super ausgewählt sind, man sieht dass du dich wirklich mit den Gedanken aus deinem Text beschäftigt hast und die Bilder passen perfekt dazu.
    Dieselben Gedanken habe ich im bus auch immer. Im ersten Moment bin ich eher schüchtern und traue mich erst nicht die alten Menschen anzusprechen ob sie meinen Platz haben möchten, um ehrlich zu sein bin ich auch erleichtert wenn es jemand anderes tut. Aber wenn es keiner tut, dann überwinde ich halt meinen blöden inneren Schweinehund und frag nach ob sie den Platz wollen.
    Es ist wirklich traurig dass so viele ihre Augen vor dem leben verschließen und vollkommen auf ihr Handy fixiert sind. Ich habe auch ein Smartphone, schreibe viel mit freunden aus meiner alten Schule die ich während der Schule nur selten sehe, aber ich treffe mich mit ihnen, wir lachen zusammen. Manchmal habe ich das gefühl, dass viele es für ähnlivh empfinden über whats app zu schreiben anstatt sich wirklich zu treffen. da ist das Buch ''die Rebellion der maddie Freeman'' gar nicht mal so abwegig. Beängstigend...
    Liebste grüße,
    Jone

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen, vielen Dank, liebe Jone!
      Das ist wirklich das Problem - ich hatte immer ein total schlechtes Gewissen, aber gerade, wenn man am Fenster sitzt ist man dann immer in so einem gedanklichen Dilemma. Wie mach ich das jetzt, nicht dass die neben mir gleich ihren Rucksack auf den freien Sitz legt, oder der Junge da setzt sich auf den Platz, weil ich mich nicht traue, den Mund aufzumachen... Dabei ist es doch so einfach.
      Ich habe mir gerade ein paar Rezensionen dazu durchgelesen. Gut, es ist wie immer, Technologie gegen Rebellen, aber mit virtuellen Welten hatte ich noch nicht sehr viel zu tun, obwohl der Science Fiction-Markt ja gerade am Explodieren ist und wir in Englisch auch schon seit Monaten darüber sprechen. Kein Wunder, das Thema wird immer interessanter.

      Löschen
  6. Ein richtig schöner Post!
    Der Text ist richtig schön formuliert und ich habe oft ganz ähnliche Gedanken..
    Die Fotos passen auch super dazu :)

    Liebe Grüße

    http://nilooorac.blogspot.de

    AntwortenLöschen
  7. Das mit dem Sitzenbleiben in Bussen usw. ist echt so eine Sache... ich habe das auch schon oft erlebt, aber finde das nicht okay... ich habe sogar schon mal gesehen, wie sich ein Busfahrer total aufgeregt hat, weil eine alte Frau kaum mehr in den Bus rein kam, da die Stufe für sie einfach zu hoch war. Das fand ich schon extrem...

    Es freut mich sehr, dass dir einer meiner Lieblinge auch gefallen hat. ;)
    Das mit dem Grab ist wirklich etwas verrückt.. seine Gedanken dahinter sind ja süß, aber als 16jährige ist man mit so was wohl total überfordert. Das wäre ich jetzt auch! ;) Da wäre etwas weniger Romantik vielleicht fast besser gewesen.
    Ich stöbere auch sehr gerne herum und finde neue Musik. Da hier so gut wie immer was läuft, bin ich auch immer auf der Suche nach interessanten Dingen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Stimmt, die Busfahrer unterscheiden sich da auch nochmal alle, aber es ist schon alles ein bisschen traurig. Obwohl viele wohl einfach nicht drüber nachdenken und es anders gelernt haben.
      Damit wäre ich auch überfordert, ich glaube, ganz so ernst meinen es die meisten Gothics dann doch noch nicht, dass sie gleich ein Grab haben wollen. Bisschen makaber in dem Alter. :D

      Löschen
  8. Toller Post !
    Liebste Grüße:)
    -
    http://bedeutungsvolle-momente.blogspot.de/

    AntwortenLöschen
  9. ich freue mich sehr, wenn du die zeit nimmst bei meinem fotowettbewerb mitzumachen! :)

    vielen vielen dank, dass du auf meinen kommentar geantwortet hast und auf meine meinung eingegangen bist. ich glaube hätte ich das, was ich dir geschrieben habe, selber gelesen, hätt ich erstmal irgendeine beschimpfung ausgerufen. auch wenn es gar nicht böse oder sonst wie negativ gemeint ist.
    nein, ich danke dir (!) für den gedankenanstupser durch diesen text und jeglichen text, den du verfasst. ja.

    aber solche kooperationen sind schon interessant - hast du die zwei anderen abgelehnt, weil sie dich nicht interessiert haben bzw. weil du nicht wolltest, dass dein name irgendwo erwähnt wird, wo du ihn nicht stehen haben willst? (ist das ein satz? egal.)

    alles liebe, valhalla.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich versteh bald selbst nicht mehr, worum es hier überhaupt ging und wer jetzt wie was gesagt hat - was soll's.
      Bei der ersten ging es um Rucksäcke, die mir aber nicht so sehr gefallen haben - im Endeffekt will ich gar nicht wissen, wie vielen Leuten dass angeboten wurde, um irgendwie Werbung für die Taschen zu machen. Das zweite Mal handelte es sich um Sponsored Posts, aber mir wurde einfach nicht erklärt, was für Themen ich da so ungefähr bekomme und ehe ich hier über Autofelgen schreibe und dafür dann mal eben 40€ bekomme, lasse ich es lieber bleiben. Das war nicht der Sinn der Sache.

      Löschen
  10. Hey Mara,

    Ich finde es richtig toll das du diese beiden Themen ansprichst. Das mit der jüngeren bzw unseren Generation und deren Handys und die Situation im Bus.
    Da ich ziemlich weit weg von meiner Schule wohne, muss ich etwa 1 Stunde mit dem Bus fahren und jedesmal nach der 6 Stunde ist im Bus immer die Hölle los und inmitten von den ganzen Schülern entdeckt man ab und zu Omis. Doch die meisten sehn sie einfach nicht, weil sie auf ihre Handys starren und nichts von der Welt um sie herum mitbekommen.

    Mit deinem Text hast du denn Nagel damit genau auf den Kopf getroffen und wieder einmal finde ich ihn und die Bilder richtig toll! Einfach wunderschön <3

    Alles Liebe und traumhaftes Wochenende,
    Very

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen, vielen Dank für deine lieben Worte, Very!
      Ja, es gibt immer so diese gewissen Zeiten - ich war mal froh, dass ich am Freitag acht Stunden hatte, einfach um mich nicht in diesen völlig überfüllten Bus quetschen zu müssen. Wahrscheinlich denken die meisten gar nicht daran, wie das für gewisse Leute ist, die deswegen stehen.

      Löschen
  11. Ein schöner Text, regt sehr zum Nachdenken an. Ja, es stimmt auf jeden Fall: Wir Menschen und besonders die Jugend neigt so oft und so schnell dazu, ihr Augen zu verschließen. Und das beinahe gewollt. Du bringst hier sehr passend ein Beispiel mit einer alten Frau und den zu wenigen Sitzplätzen im Bus. Ich bin froh dieses Situation nur selten erleben zu müssen. Dafür gibt es so viele andere Aspekte, die ähnlich sind. Man verschließt die Augen vor Mobbing, Rassismus. Menschen wollen so etwas oft einfach nicht sehen. Das macht traurig.

    Danke für deinen lieben und inspirierenden Kommentar zu meinem Text. Ich finde die vielen verschiedenen Meinungen und Gedanken zum Thema Glauben auch sehr interessant. Ich persönlich finde es auch falsch, Gott oder generell jemandem Schuld für alles Schlechte auf der Welt zu geben. Meiner Meinung nach wirkt ein solches Verhalten ausredenhaft und verantwortungslos.

    Wünsche dir einen schönen Abend und ein paar letzte schöne Vorweihnachtstage!

    mtrjschk.blogspot.de

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Stimmt, da sind so viele weitere Aspekte. Ich schäme mich manchmal, wenn ich in der Chor-Probe nicht einfach mal den Mund aufmache und den Jungs sage, dass sie die Neuntklässlerin in Ruhe lassen soll. Die suchen sich wahllos Opfer und unsere Chorleiterin sagt dazu auch nichts mehr, weil es nur gelegentliche Sprüche sind, kein gezieltes Mobbing - die sind leider immer so. Aber ich gehörte auch mal zu denen, die das ertragen mussten, und ich weiß, wie bescheuert es ist. Und was soll sein, die sind in meinem Jahrgang, sogar in meinem Freundeskreis. Warum ist es trotzdem so schwer, etwas dagegen zu sagen?

      Löschen
  12. Ein sehr schön formulierter Text und die Gedanken dahinter sehr interessant und wichtig. Generell beobachtet man doch viel weniger Rücksichtnahme, einfach aus dem Grund, dass wir teilweise viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt sind - oder mit unserem Handy.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank, liebe Anna, das hast du wunderbar auf den Punkt gebracht. Manchmal habe ich das Gefühl, man tippt nur auf seinem Handy rum, um nicht zuzugeben, dass man in der anderen Welt gerade nichts zu tun hat und allein da zu stehen.

      Löschen