Samstag, 22. Oktober 2016

So schön wie früher


»Ich wollte nie abhängig sein, also muss ich mir auch meine Würde und mein Leben bewahren.«

»Aber es gibt so schöne Momente. Filmszenen. Wenn es sich nicht so echt anfühlen würde, hätte jemand ›Cut!‹ rufen können und Cecilia Ahern hätte vor Freude geweint. Das sind die Momente, die bleiben. Hoffentlich.«

»Vielleicht ist es gerade Glück, wenn zwei Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, doch etwas finden, was sie zusammenhält. Wenn sie sich für dieses andere Leben interessieren, immer weiter ausfragen und dabei für sich selbst lernen. Es kommt darauf an, ob einen diese Unterschiede faszinieren. Und ob man aus ihnen etwas Gemeinsames erschaffen kann.«

»Ich bin heimatlos. Wenn ich die Wohnungstür öffne, dann bete ich, dass niemand zu Hause ist, ich fühle mich geborgen, wenn ich durch die Straßen laufe, weil mich niemand kennt.
Home is, where the heart is, aber ich weiß nicht, wo ich mein Herz gelassen habe. Ich dachte, ich wüsste es, oder ich habe es zumindest gehofft, aber vermutlich habe ich es irgendwo in den Tränen verloren. Das ist doch nicht der Sinn der Sache, oder? Tage zählen, bis es besser wird. Weinen. Ich wünschte, ich könnte mich wieder in meinem Kinderzimmer verstecken und die Welt davon lesen, aber das ist weit, weit weg und ich habe diese Stadt selbst gewählt.«

»Vielleicht war ich ein wenig harsch. Nein, wir sind schon wunderbar.«

»Irgendwie habe ich in letzter Zeit keine Lust mehr. Ich will schlafen, einfach nur schlafen, so viel wie möglich, liegen bleiben.«

»Und ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr zurück kann. Jetzt hänge ich hier fest, gefangen zwischen den Welten, gehöre nicht so recht zur alten und auch nicht zur neuen.
...
Ist es das? Ich bekomme Heimweh, nach einem ganzen Jahr in der Großstadt.
...
Ich will einfach nur glücklich nach Hause kommen.«

»Und du weißt es nicht mal. Das ist vielleicht das Schlimmste daran. Niemand weiß es. Statt zu sprechen, versuche ich, es auszuweinen, aber das hilft nichts. Es bleibt. Jede Träne macht es nur noch schlimmer, und es gibt Tage, an denen es nicht aufhört.
...
Ist dir all das aufgefallen? Natürlich nicht. Und irgendwie kaufe ich dir deine traurigen Smileys nicht ab. Ich würde es dir glauben, wenn du sagst, dass wir uns ja sehen können, wenn du wieder da bist, oder dass du morgen kurz vorbeikommst, weil es mit dem Rad nur diese scheiß fünf Minuten sind. Aber nein. Gar nichts.
...
Weißt du, ich will mehr.«

»Ein Schatten meiner selbst.«

»Und es wird, es wird. Ich denke, ich könnte mich wieder an die Routine gewöhnen, obwohl ich meine alte vermisse. Ein bisschen gradliniger und irgendwie kommt sie mir glücklicher vor. Ach, selig sind die Dummen und Unwissenden! Wenn du einmal mit dem Feuer gespielt hast, willst du die Wärme immer und immer wieder spüren. Und du wirst dich immer und immer wieder verbrennen.«

»Ich habe noch nie zu den Leuten gehört, die sehnsüchtig auf den Herbst warten, aber im Moment tröstet er mich. Vielleicht, weil ich das Gefühl habe, ihm zu ähneln.«

Manchmal, wenn ich die Augen schließe, ist die Welt so schön. Schön und sorglos wie früher.

Kommentare:

  1. Ich liebe solche Wände, an denen man schöner Erinnerung sammelt. Ich selber habe sogar drei kleine Flächen, wo ich solche Erinnerungen sammel. :)

    LG Pierre von Milk&Sugar

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    1. Ja, ich mag das auch total! Im Moment hängen die noch über dem Kopfende meines Bettes, wo ich die Bilder blöderweise kaum sehe, aber wenn ich hoffentlich demnächst umziehe, suche ich mir einen besseren Platz, damit ich sie immer gut sehe. Drei verschiedene Flächen ist natürlich eigentlich noch besser ... mal sehen. :)

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  2. Na liebes Märchen,

    das sind wirklich schöne Zitate, so wahr!
    Ich warte auch immer darauf, dass jemand 'Cut!' ruft und ich die Szene noch mal wiederholen darf..aber, es ruft keiner.

    Es ist völlig ok 'mehr' zu wollen, egal was, 'mehr' ist gut.
    Auch Feuer, gerade das ist gut.

    Ich mag dich dafür, dass du Worte wie 'harsch' benutzt^^

    Und ich hoffe ganz fest, dass du eines Tages (wieder) glücklich nach Hause kommst.
    Glücklich morgens aufzuwachen oder glücklich aufzubrechen, wohin auch immer, das wäre allerdings auch nicht übel.

    Auch wenn der Grund und der Inhalt ja eigentlich nicht schön im Sinne von 'alles ist in rosa Watteflausch gehüllt' ist aber, wirklich toller Post!
    Richtig gut.

    🌳 (weil Baum..) 🌮 (und weil Taco)
    Bis bald!

    Silver

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    1. Danke. Wie immer, aber immer noch so gemeint. 💗
      Das wäre auch praktisch ... irgendwie hat mich gerade so die Nostalgie geholt und ich schaue immer mal "Life is strange", dieses Spiel, in der sie auch ein bisschen mit der Zeit spielt - wäre schon praktisch. Geht aber sicher nicht gut aus.
      Ich glaube, man muss mehr wollen. Nicht in dem Sinne, als dass man immer unzufrieden mit dem sein soll, was man hat, aber sonst bleibt man ja stehen.
      Und so ein kleines bisschen glücklich bin ich gerade. Oder zumindest nicht traurig. Das ist ein Anfang, hoffe ich.
      Traurigkeit ist viel zu schön, ich glaube, das ist das Problem an ihr.

      Alles Liebe 🦄🍒🍠(Das ist eine Süßkartoffel!)

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